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Vita
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Claire
Beyer
1947 wurde ich geboren,
ich lebe und arbeite in Markgröningen,
Kreis Ludwigsburg.
1957
Aus einem
der ersten Aufsätze:


Nun ist es vom Allgäu bis zu den Polen oder nach Afrika ein sehr weiter Weg und
den Bergen entkommt man nicht so leicht. Aber Kinder sind findig und ich sah die
Möglichkeit, meine Wünsche und Vorstellungen umzusetzen: Ich las.
Natürlich alles über Albert Schweitzer und Lambarene, über Fritjof Nansen, auch
Jack London gehörte zu meinen Lese-Weggefährten.
Mit Zehn zählte ich zu den Weitgereisten in meinem kleinen Umfeld, was sich
immer mehr in Aufsätzen niederschlug. Meine Deutschlehrerin - Fräulein Deutsch
(so hieß sie tatsächlich) – war dann auch immer äußerst skeptisch, wenn ich den
typischen Wo-warst-du-in-den-Ferien-Aufsatz abgab.
Aber ich war in Afrika! Aber ich war bei den Eisbären!
Kopfschütteln, aber trotzdem eine blütenweiße Eins!
Lyrik entdeckte ich nicht über die Klassiker, es waren AutorInnen wie Rose
Ausländer, Paul Celan, Pablo Neruda, Anäis Nin, um nur einige zu nennen. Der
"Conrady" wurde mein ständiger Begleiter.
Auch und gerade nachdem ich die ersten Texte selbst verfasste.
Gedichte.
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Fotoserie: Kay Kramme 2001
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1967
Und inzwischen gab es doch ein Kind, ein Junge und mit ihm eine Familie.
Schreiben nur, wenn alles erledigt ist. Lesen nur, wenn alles erledigt ist.
Aber ein Kind ist ein Kind ist ein Kind. Und das hieß dann doch irgendwann:
Vorlesen. Nicht über Albert Schweitzer und den andere Freunden meiner Kindheit,
es waren die "Wilden Kerle" und Feuerwehrmänner, tapfer, und natürlich mutige
Sprengmeister.
(Er hat inzwischen selbst Kinder und liest von den "Wilden Kerlen", den tapferen
Feuerwehrmännern, den mutigen Sprengmeistern).
Nie aufgehört, Gedichte in mir zu suchen und damit mehr und mehr Zeit dafür zu
finden.

Bei
einer Lesung im Gespräch mit dem baden-württembergischen
Ministerpräsidenten Günther H. Oettinger.
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1978
Literateam, ein erstes Forum, eine Herausforderung. Zeigen, lesen, was
da in vielen Nächten entstanden ist, Ermutigung und erste
Veröffentlichungen in Anthologien. Gemeinsam mit Manfred Esser, Karl
Krolow, Wolf Wondratschek, Hilde Domin und anderen. Zuspruch und Preise.
Drei Jahrzehnte Gedicht um Gedicht. Einige wenige Kurzgeschichten,
vielleicht auch Gedichte, die kein Ende finden wollten.
Prosa, Erzählungen, ein langer Atem. Ich suchte nie den Weg dorthin.
Schon eher suchte mich die Prosa.

Schullesung 2004 2000
Rauken wuchs. Die Rauken
wuchsen Seite um Seite. Über sechs Jahre in jeder freien Minute. Frei
hieß, die Arbeit getan zu haben. Ich lebte inzwischen alleine, tat
meinen Job.
Die Frankfurter Verlagsanstalt war der Verlag, der sich der Rauken
annahm und das Buch verlegte.
Und dann gab es ein Literaturstipendium des Landes Baden-Württemberg,
unzählige Einladungen zu Lesungen. Rauken als Taschenbuch (bei Btb), als
Hörbuch (gesprochen von Monica Bleibtreu) eine Gutenberg-Ausgabe, usw.
Übersetzt und herausgegeben in dänischer Sprache, die französische
Übersetzung erscheint 2005.
2003
Rosenhain. Sechs Geschichten von fünf Sinnen. Erzählungen. Wieder
verlegt von Dr.Joachim Unseld, Frankfurter Verlagsanstalt. Und ebenfalls
bei Btb das Taschenbuch (2005). |
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Aus
einer Fotoserie von Iris Bach |
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2005
Frau
Deutsch, würde ich sagen, jetzt schreibe ich an einem neuen Text - aber
von ihr habe ich nie wieder etwas gehört.
2006
Remis. Ein
Roman, erschienen in der Frankfurter Verlagsanstalt.
Hubert Spiegel (FAZ) schrieb: "Eine der stärksten und eigenwilligsten
Autorinnen der Gegenwart."
Albert Schweitzer halte ich noch immer in Ehren und ein kleiner Eisbär
steht auf meinem Schreibtisch. Manchmal braucht man halt einfach nur ein
dickes Fell und Freunde und Glück, um die langen Winter zu überstehen.
Claire
Beyer

Auf
der Frankfurter Buchmesse 2006 mit Bundespräsident Horst Köhler. |
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2009
Rohlinge. Roman. Wieder verlegt von
Dr. Joachim Unseld, Frankfurter Verlagsanstalt.
seit
2010 Mitglied des PEN International.
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